Nach dem ersten Überblick über die Abwärtsspirale im Magistrat nun die Erfolgswelle der Krankenanstalten (Hauptgruppe II).

  • Wahlberechtigte sind um zirka 500 gesunken.

  • Die Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafterinnen (FSG) hat über 2000 Stimmen und 33 Mandate verloren. Gesamt 189 Mandate für die FSG.

  • KIV hat um 650 Stimmen und 13 Mandate mehr bekommen. Gesamt: 38 Mandate für die KIV.

In acht Dienststellen hat die KIV Mandate hinzugewonnen, in zweien ist sie gleich geblieben.
Mandate Dienststellen Trend
4 > 8 Sozialmedizinisches Zentrum Süd + Preyersches Kinderspital ↑ ↑ ↑ ↑
3 > 6 Krankenhaus Hietzing ↑ ↑ ↑
5 > 6 Sozialmedizinisches Zentrum Ost  ↑
2 > 4 Allgemeines Krankenhaus ↑ ↑
0 > 4 Sozialmedizinisches Zentrum Floridsdorf ↑ ↑ ↑ ↑
0 > 2 Region Mitte West ↑ ↑
1 > 2 Wilhelminenspital
2 > 2 Region Süd
0 > 1 Pflegewohnheim Liesing
1 > 1 Otto-Wagner-Spital

Im direkten Vergleich der beiden Hauptgruppen schaut dies so aus:

Stimmen- und Mandatsvergleich der Hauptgruppen zwischen Sozialdemokratischen Gewerkschafterinnen und KIV.
  Magistrat (Hauptgruppe I) Krankenanstalten (Hauptgruppe II)  
FSG  +1000 –2000 Stimmen
KIV  –600  +650 Stimmen
FSG  +24  –33 Mandate
KIV  –10  +13 Mandate
FSG gesamt  12.987  8283 Stimmen
KIV gesamt  2087  2567 Stimmen
FSG gesamt  267  189 Mandate
KIV gesamt  40  38 Mandate

Aus diesem Vergleich ist zu ersehen, dass die Hauptgruppe II eindeutig die dynamischere ist, allerdings im Unterschied zur Hauptgruppe I keine Dienststellenmehrheiten und damit Vorsitzende aufweist. Was angesichts der Vorsitzendenorientiertheit im Personalvertretungsgesetz je nach Arbeitsstil der Mehrheitsfraktion mehr oder zumeist weniger Gestaltungsraum für die unterlegene Fraktion bietet, selbst wenn die Differenz nur ein paar Stimmen beträgt.

Die gegensätzliche Dynamik der KIV-Akzeptanz in den beiden Hauptgruppen zeigt sich noch deutlicher, wenn auch die Zahlen von 2010 hinzugenommen und die jeweiligen prozentuellen Anteile [und nicht “Anzeile”, wie im Diagramm steht ;-)] der KIV verglichen werden:

Wahlergebnisse ab 2010

Aus diesen Zahlen lassen sich einige Schlüsse ziehen, die weit über die jedweder Reflexion abholden und in dicke Watte gepackten "Analyse" der KIV-Führung hinausgehen müsste.

Überhaupt wäre zu erwarten gewesen, dass die KIV eine solche oder, was nicht schwer fallen würde, bessere Aufbereitung der Wahlergebnisse auf ihrer Homepage präsentierte. Dies ist im Unterschied zu früheren Zeiten bislang nicht geschehen. Aber die KIV kann gerne auf diese Seite verlinken, wenn sie ihren Mitgliedern ein wenig mehr Informationen gönnen möchte. Wegen der Transparenz warats ;-)