Wie bereits angekündigt, will ich mir die kritischen Anmerkungen zur Homepage und letzten Endes zu Franz im Detail anschauen. Diesmal nicht in der Reihenfolge, sondern thematisch geordnet. Zu erwähnen ist, dass diese Wortmeldungen bei allen Sitzungen innerhalb einer kleinen, von den Teilnehmer*innen her kaum wechselnden Führungsgruppe ausgetauscht wurden. Der Gegenstand des sich über mehr als ein Jahr hinziehenden Meinungsbildungsprozesses, der schließlich in einen Arbeitsgerichtsprozess mündete, wurde, wie auch bereits erwähnt, weder in den spärlich gewordenen Plena der KIV noch gegenüber dem Objekt der Vorhaltungen kommuniziert.

schauen

Erscheinungsbild unübersichtlich. KollegInnen sind damit unzufrieden. Rückmeldungen nach wie vor negativ. Und die Homepage ist alt und nicht einladend. Mit dieser Homepage sprechen wir die Jungen ganz sicher nicht an. Erreichen wir damit wirklich neue KandidatInnen oder WählerInnen? Nein. KIV Leute wollen anderes Erscheinungsbild und bessere Struktur. Es braucht zu lange bis die wirklichen Infos gefunden werden. Homepage hat sich nicht zeitgemäß entwickelt, Wunsch nach "flotterer" und benutzerInnenfreundlicher Gestaltung.

Es prallen hier zwei Anforderungen an die Website aufeinander, ohne dass die Beteiligten es selbst verstanden haben dürften: Einerseits ästhetische Wohlfeilheit; darüber kann man diskutieren. Andererseits maximale Übersichtlichkeit. Diese wurde im Zuge der Herstellung der Site infolge der Diskussion in der KIV-Öffentlichkeit auch beachtet und von Franz eingebaut. Das Ergebnis ist die linke Seitenleiste mit allen Bereichen in einer langen Wurst. Auf diese Weise können Besucher*innen mit einem Klick auf die sie interessierende Dienstelle hin gelangen.

Was mit der neuen Website nicht möglich ist. Da braucht es zumindest zwei Klicks, sogar drei, falls man zuvor fälschlicherweise "Personalvertretung" auf der Suche nach den Personalvertreter*innen der eigenen Dienststelle geklickt hat. Wie bereits in einem früheren Beitrag geschrieben, kann die neue Seite durch das Verbergen grundlegender Links natürlich kompakter daher kommen und nach einem noch zu definierenden Ästhetik-Kriterium auch hübscher. Das Problem in diesen Vorstandsdiskussionen war aber, dass es nur negative Aussagen gab, aber keine Äußerung, was unter andere, einladende, moderne, flotte, zeitgemäße Homepage verstanden wird.

Bildschirmfoto der Suchfunktionen in Joomla

Des weiteren geben sich die Homepage-Tüftler*innen der Illusion hin, dass mit dem Äußeren einer Homepage neue Kandidat*innen und Wähler*innen und gar noch Junge zu gewinnen seien. Sowas läßt sich nur durch Inhalte bewerkstelligen. Sowohl im direkten Kontakt als auch in den Publikationen. Eine Homepage ersetzt dies nie und nimmer.

Ein einziger Punkt der oben zitierten Beanstandungen ist allerdings tatsächlich ernst zu nehmen, auch wenn sie in einer etwas spröden Formulierung zum Ausdruck kommt:

Es braucht zu lange bis die wirklichen Infos gefunden werden.

Was die wirklichen Infos sein mögen, darüber soll hier nicht gerätselt werden. Aber rasch zum Gesuchten zu kommen, das zeichnet tatsächlich die Qualität einer jeden Website aus. Die neue von einer Firma gekaufte Gestaltung hat auf dem ersten Blick das Menü, bei dem man auf drei von fünf Menüpunkten zuerst mal bei den zentralen Gestalten landet, sowie rechts neben dem Menü ein Suchsymbol, das beim Anklicken eine Suchbox öffnet.

Bei der Franz-Seite ist die Suchbox gleich offen und darunter eine Auswahl der am häufigsten gefragten Begriffe. Die linke Seitenleiste bietet wie erwähnt, einen direkten Zugriff auf die Dienststellen. Das ist also die Homepage, über welche lamentiert wurde, dass die "wirklichen Infos" nicht gefunden wurden. Vielleicht gab und gibt es sie gar nicht? Womit wir wieder bei den Inhalten wären.

Was wäre das korrekte und sinnvolle Vorgehen gewesen?

  1. Den Wunsch nach einem Relaunch bereits im Februar 2015 dem Franz mitzuteilen

  2. Konkrete Anforderungen und ästhetische Vorlieben formulieren.

    1. Franz hätte dann die Website danach gestalten können. Oder

    2. Website-Designer*in engagieren. Der oder sie hätte nach der oben genannten Wunschliste ein Scribble bzw. Wireframe erstellen können und nach Diskussion und Korrektur in einem Mockup die Vorgaben für Franz liefern können.

  3. Diese wären von Franz dann in die Joomla-Installation eingepasst worden und es hätte am Ende ebenso ausschauen können, wie die KIV-Website heute ausschaut. Oder wahrscheinlich besser ;-)

  4. Es wäre um tausende Euro billiger gewesen, es hätte keine sozialen Verwerfungen innerhalb der KIV gegeben und dieser Blog wäre nicht gemacht worden ;-)

Aber da diese vernünftige Vorgehensweise nicht gewählt wurde, gibt es diesen Blog und Fortsetzungen werden folgen.