zahlen

Was kostet die Homepage und warum sind so viele Stunden dafür notwendig? Kostet zu viel Geld. Bei steigenden Ausgaben ist der Luxus für einen Angestellten für die Homepage nicht möglich. Das Geld für die KIV soll gut verwaltet werden und wir sollen alle dahinter stehen. Wenn wir unsere Funktionsgebühren abliefern, muss auch was für uns herausschauen - Arbeitserleichterung. Homepage ist keine Arbeitserleichterung.

1.

Kostenfragen sind immer legitim. Auch die Frage, was ein Angestellter in seiner Arbeitszeit macht. Der naheliegende Weg ist, einen Arbeitsnachweis zu fordern. Stattdessen aber vorneweg die Notwendigkeit des Arbeitsausmaßes aus dem Bauch heraus in Frage zu stellen und umgehend zu behaupten, es koste zu viel Geld, ist eine nicht ganz rationale Herangehensweise. Im Falle von derart steigenden Ausgaben der Organisation, dass extrem eingespart werden müsse, darf natürlich auch die Frage gestellt werden, was eingespart werden könne.

In diesem Fall wäre es ein Teil der Online-Öffentlichkeitsarbeit gewesen, der in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnt, wie unschwer an den Web-Auftritten der Parteien zu sehen ist. Darüber kann diskutiert werden und sollte angesichts eines wesentlichen Einschnitts, wie es der Verzicht auf eine Website wäre, auch in der Organisation breit gemacht werden. Sich im Spitzenfunktionärskreis einander apodiktische Satzfetzen zuzurufen und gegenseitig high zu wettern (siehe letzten Punkt "Franz die Kanaille") ist allerdings ein Verhalten, das nicht sonderlich ergebnisorientiert scheint. Da dürfte was Tieferes dahinter gelegen haben.

2.

Die Bemerkung, dass diejenigen, welche auf Funktionsgebühren verzichteten, im Gegenzug Arbeitsunterstützung erwarteten, weist darauf hin. Zur Erklärung: Funktionsgebühren erhalten alle Mandatar*innen, welche in höhere Gremien, wie Hauptgruppe oder Wiener Vorstand und Präsidium als Vertreter*innen der KIV entsandt werden. Ein uraltes internes Reglement verpflichtet zur Ablieferung dieser Gelder an die KIV-Zentrale und im Gegenzug wird jedweder Bedarf im Zusammenhang mit der Personalvertretungs- und Gewerkschaftstätigkeit entsprechend abgedeckt. Z.B. Druck- und Kopierkosten.

Ein dadurch entstehender Anspruch auf menschliche Arbeitskraft, die einem oder einer Personalvertreterin zuarbeitet, hat nie bestanden. Im Allgemeinen sind Bereiche auf sich allein gestellt, allenfalls gibt es Unterstützung bei Layout für Aussendungen, kopieren und eben online stellen von Artikeln durch das KIV-Büro inklusive Franz.

arbeiten

Die Arbeit an den Dienststellen wird mehr und wir brauchen die Leute vor Ort. L. und N. brauchen wir bei Aktionen. Wer macht dann die liegengebliebene Arbeit? Wir haben jetzt schon Ausfälle wegen Überlastung in der Personalvertretungs-Arbeit – besonders in der Hauptgruppe II (Krankenanstalten­verbund). Das muss anders gehen, sonst werden wir bei der nächsten Wahl schlecht abschneiden. Wie ist die Aufteilung der Angestellten? Stundenausmaß für Franz wird sich hoffentlich so reduzieren (soll an Dienststellen Hauptgruppe II mitarbeiten oder weniger Stunden machen – wie schon besprochen).

Nun geht es ans Eingemachte. Dass die Mehrzahl der Jammereien über die Homepage und über die Kosten und ob überhaupt von den Vertreter*innen der Hauptgruppe II ausging, ist schon mal erwähnt worden. Dazu das Jammern über die immense Arbeitsbelastung – daran kann ich mich selbst noch erinnern, als ich mehr oder weniger regelmäßig an diesen Sitzungen teilgenommen hatte – das war stets der running no-gag in den Bürositzungen. Ging allen auf die Nerven. Weil jeder Bereich arbeitsmäßig belastet war und ist und die einzige Chance, das zu minimieren, war und ist die Gewinnung von mehr Aktivist*innen.

Doch die HG-II-Vertreterinnen weinten noch immer der Zeit nach, als Franz für sie ganz da war. Das wollten sie wieder. Daher wohl auch die Angriffe gegen die Homepage. Sie wollten den Franz ganz einfach wieder der Hauptgruppe II zugeteilt haben. Und jetzt sahen sie eine Chance angesichts des Steins der Weisen, der eierlegenden Wollmichsau namens Wordpress, welches wie ein Perpetum Mobile das ganze Internetdings von alleine machen würde. Und Franz dafür alles für die HG II. So als eine Art Caddie. Bewundernswert ist die Zähigkeit, mit der dieses Ziel verfolgt wurde. Und fast hätte es geklappt. Doch dann verloren alle die Nerven. Dazu ein ander Mal.

neu neu neu

Homepage soll neu gemacht werden. (Wir werden auf Wordpress umstellen. So können alle damit arbeiten. Einschulungen werden wir zukaufen.) Datentransfer ... und alles andere soll Franz machen. Wer wird im Büro dafür verantwortlich sein? Vielleicht L.? L. wird sich um Projekt kümmern. L. soll sich mit Franz zusammensprechen - sie wird Projektleitung, wird sich das mit L.'s Stunden ausgehen? Die hat nur 15 Stunden und macht die KIV Magazine und alle layouts.

Das Wunder Wordpress ist nun fix, so Kleinigkeiten wie Datentransfer und alles soll der Franz machen, der ja gerade durch die Wahl von Wordpress frei geworden ist. Oder vielleicht doch die Angestellten des Büros? Aber da wird die Zeit knapp. Was nun?

Franz die Kanaille.

Was macht Franz außer der Homepage? Wo steht, dass Franz nur in Kärnten arbeitet? Wer hat Kontakt zu Franz und wie oft muss er nach Wien kommen? Wie kann Franz besser genützt werden? Franz sollte eigentlich in Wien arbeiten. Wir brauchen hier unsere Angestellten. In Kärnten nützt uns das nicht viel. Franz ist informiert - kam zu Treffen nicht. Er hat sich nicht von mail angesprochen gefühlt.

G. hat mit ihm geredet. Stundenausmaß für Franz wird sich hoffentlich so reduzieren. Will er da überhaupt mitmachen, wenn er einfach nicht kommt? Bei der Stadt Wien wäre das nicht möglich - einfach nicht kommen. Bitte mit Franz sprechen, wie er sich das weiter vorstellt. Will er überhaupt noch für die KIV arbeiten oder hat er sonst so viele Arbeiten? Eigentlich sollte der Franz doch aushelfen - nein, der macht nur Homepage. Das geht so nicht.

Wir müssen mit Franz reden. Wir sind ja nicht die große Gewerkschaft mit ganz vielen Leuten. Wir haben grad die N., die L. und den Franz. Eigentlich sind die L. und die N. wichtiger für uns als KIV. Wenn der Franz nicht mehr für die KIV arbeiten will, muss er es halt sagen. Kennen tut ihn von den Neueren eigentlich niemand mehr und sehen lässt er sich auch nicht.

Egal was nun. Es herrscht Chaos. Niemand weiß, wie es gescheit weiter gehen sollte, es wird einiges Geld kosten. Wir brauchen einen Sündenbock. Da trifft es sich gut, dass Franz einen Termin versäumt hat, zu der er eingeladen war. Nun kann endlich die zornige Entladung erfolgen ...

Auf Einzelheiten gehe ich jetzt nicht ein, sie kommen noch im Ablauf des Kündigungsprozesses zur Sprache. Momentan widert mich das Wording und die Bösartigkeit, die sich in den Protokollen des KIV-Vorstandes finden, derartig an, dass ich für heute keine Lust mehr hab, mich mit diesen Abgefeimtheiten zu beschäftigen. Morgen ist auch noch ein Tag.

Und nochmals erwähne ich es: dies ist eine Selbstenblößung der Personen des Vorstands: die Protokolle wurden als Beweis gegen Franz dem Gericht vorgelegt. Und zeigen doch nur die eigene Erbärmlichkeit.