Bei der Beschäftigung mit den Dokumenten zum Arbeitsprozess stoße ich immer wieder auf – für eine alternative, linke Gewerkschaftsfraktion – überaus Erstaunliches. So etwa auf einen Mailverkehr jener Angestellten der KIV bzw. der IGA, welche laut ihrer Selbstbeschreibung für die "Wissenschaftliche Recherche und Assistenz zur Entwicklung gesellschaftpolitischer Alternativen in Arbeitswelt, Ökologie und Sozialpolitik" zuständig ist.

Gegenüber einem Betriebsfremden tätigt sie dabei Aussagen über einen Mitarbeiter und Kollegen, die eine einzige Desavouierung dieses Kollegen darstellen. Ohne dass diesem bislang irgendeine Mitteilung davon gemacht worden war, wie unzufrieden angeblich die KIV mit seiner Arbeit sei.

Kurze Anmerkung: es war auch nicht die KIV, sondern die Anwürfe kamen regelmäßig aus einer bestimmten Ecke, über die noch berichtet werden wird.

  • Die Homepage ist seit Jahren veraltet und .. naja, einfach hässlich und unübersichtlich.

  • Wir haben einen Mitarbeiter, der eigentlich dazu da ist, die Homepage zu machen, der ist aber gestalterisch ein bissl in den frühen 90ern gefangen.

  • Bin schon total gespannt, wie's mit der HP weitergeht. Dass die alte mies ist, kann ja keiner abstreiten ;o).

  • Unser momentan verantwortlicher Mensch (du hast ihn kennen gelernt) hat die Optimierung bisher nicht ordentlich gemacht und ich trau sie ihm auch nicht zu.

  • Unser Auftritt auf FB (...) ist also irgendwie aussagenlos, uninteressant und .. naja, auch wieder hässlich.

Wie geschrieben, alles hinterm Rücken des Betroffenen, ohne dass diese denunzierende Mitarbeiterin auf die Idee gekommen wäre, sich über diese Themen direkt mit Franz, der ja gemeint war, auseinanderzusetzen.

Nebenbei: die FB-Postings und Tweets wurden zu jener Zeit auf Initiative von Franz von mir erstellt, gegen meinen Einwand, dass ich ja kaum Content von der KIV bekomme. So hatte ich bereits im Mai 2014 an Franz geschrieben:

Allen diesen [Social-Media-]Kanälen der KIV eignet das gleiche Defizit: praktisch keine Infos aus den Bereichen, es kommt, selbst wenn was gepostet wird, niemand auf die Idee, dass das auch was für Social Media wäre. Dass nichtmal während der Wahl"bewegung" ein nennenswerter Infotransfer stattfand, läßt die Sinnfrage von Social-Media-Aktivitäten für die KIV aufkommen. Nebenbei werden sie von ihr auch "offiziell" ignoriert. In Aussendungen keinerlei Hinweis auf die Social-Media-Auftritte, und auch die Homepage, die ja das eigentliche Portal mit hohem Informationswert ist, erscheint im gedruckten KIV-Magazin nur ganz klein im Impressum.

Bin mir nicht klar, ob und wie man das in der KIV sinnvoll diskutieren könnte, was über ein "machts weiter, hüfts nix, schods nix" hinausgeht.

Fass das bitte nicht so auf, dass ich das Werkl hinhauen möchte, meine Frustration ist eine politische über die KIV. Was heißt, dass ich jetzt mal eh so weiter mach und unter der Woche mindestens einen Tweet pro Tag setzen werde. Herzlichst Wolfgang

Man sieht, es hat nicht jene KIV-Angestellte gebraucht, um das Problem der fehlenden Inhalte vonseiten der KIV-Aktivist*innen anzusprechen.

Franzens Argument damals war, dass Social-Media-Postings über gewerkschaftliche Fragen und Aktivitäten ein wenig Belebung für die Website bringen würde, solange es nicht mehr Artikel aus den Bereichen gebe.

Dass die Kollegin, die über den FB- und Twitterauftritt gegenüber einem der KIV fern Stehenden herzog, mit mir keinen Kontakt aufnahm, um ihre inhaltliche und ästhetische Unzufriedenheit zu äußern, versteht sich angesichts der damals wie heute herrschenden innerbetrieblichen Kultur in der KIV geradezu von selbst ;-)