Hier nun der zweite Teil der kleinen Serie über die Untersuchung der Stichhaltigkeit der Argumente gegen die Joomla-Website und gegen Franz.

fragen

Wird die Homepage in dieser Form wirklich gebraucht? Wer braucht ein Archiv seit Gründung der KIV? Sollten wir nicht nur mit facebook arbeiten? Sache mit Homepage ist noch immer ungeklärt. Homepage ist keine Arbeitserleichterung.

1. Inwiefern eine Homepage für eine Gewerkschaftsfraktion notwendig sei, diskutierten wir 1997 und kamen zum Schluss: ja, natürlich! Und zeitgleich mit der Anerkennung der Unabhängigen GewerkschafterInnen gingen wir online (diese Seite wird heute übrigens mit Joomla betrieben ;-) ). Alles, was an Publikationen und Stellungnahmen produziert wurde, sollte auch auf der Website zu finden sein. Dazu die Mandatar*innen und natürlich die Möglichkeit, direkten Kontakt aufzunehmen und selbstverständlich sollte zu jedem Beitrag eine Kommentarfunktion bereit gestellt sein. Was mit dem Übergang von Joomla zu Wordpress verloren gegangen ist. Nicht, weil Wordpress dies nicht könnte, sondern weil dies einer zeitnahen Pflege der Site bedarf. Die KIV-Website sollte also, wie es Troopy einmal formuliert hatte, eine permanente Großaussendung darstellen. Zusätzlich wurden häufig vorkommende rechtliche Fragen behandelt, und eine ganze Weile lang gab es auch Filmtipps. Später kamen noch die Facebook- und Twitterauftritte hinzu, welche durch die täglichen Postings und Tweets die Seite stets aktuell wirken ließ. Es war für uns von Anfang an und all die Jahre bis zuletzt immer selbstverständlich, dass sich die KIV ihrer Geschichte besinnt und daher auch alles Verfügbare daraus zur Information für Interessierte bereit stellt. Anfang des Jahres 2015 hat der KIV-Vorstand dann damit begonnen, all das bzw. "in dieser Form" infrage zu stellen. Und so geschah es auch: Die heutige KIV-Homepage fängt erst mit der letzten Wahl an. Als ob die KIV nicht schon über 40 Jahre aktiv wäre. Viel wertvolles Material ist da verloren gegangen, viele Einblicke in die jahrzehntelange Praxis einer alternativen Gewerkschaftsfraktion sind nun verwehrt. Und dass die Mitgründerin der KIV, Renate Schön, aus dem digitalen Gedächtnis der KIV verschwunden ist, schmerzt schon sehr. Erscheint mir auch als ziemliche Respektlosigkeit der aktuellen Führung der KIV gegenüber ihren "Vorfahren". Dafür gibt es ein überdimensioniertes Bild von Troopy, zu dem er sicher gesagt hätte: um alles in der Welt, macht es doch kleiner, ich bin doch nicht der Mao!

2. Die Überlegung, nur mit Facebook zu arbeiten, zeigt ein prinzipielles Unverständnis der unterschiedlichen Funktionen von Social Media und von Websites. Wem das nicht klar ist, dem sei Armin Wolfs Begründung empfohlen, in welcher er darstellt, warum er neben Twitter und Facebook auf eine eigene Homepage nicht verzichten könne.

3. Die Vorstellung, dass eine Homepage eine Arbeitserleichterung sein könne, ist ein wenig bizarr. Erweiterung von Informationskanälen können das nicht sein, weil dafür – Algorithmus hin, Algorithmen her – menschliche Arbeitskraft vonnöten ist. Und auf diese wurde halt verzichtet.

Was wäre das korrekte und sinnvolle Vorgehen gewesen?

  1. Zu diesen basalen Fragen, ob eine Website überhaupt notwendig wäre, hätten sowohl innerhalb der KIV als auch aus befreundeten Organisationen (AUGE z.B.) vorhandene Kompetenzen genützt werden können. Eine diesbezügliche Frage an Franz wäre auch kein Schaden gewesen, weil er die Geschichte der KIV-Homepage besser als alle im Vorstand Versammelten kannte. Hoppla, der Franz war ja eh Teil der KIV! Und nicht nur das. Zu jenem Zeitpunkt vereinsrechtlich auch Teil des Vorstands. Schon aufgrund dieser Funktion hätten ihm die Protokolle des Vorstands, insbesondere wenn sie ihn und seine Arbeit betrafen, zugänglich gemacht werden müssen.

  2. Die Frage nach einem "KIV-Archiv" hätte wie 1. unter Hinzuziehung von Leuten, die eine Ahnung davon haben, diskutiert werden können.

  3. Dies betrifft ebenfalls den Umgang mit Facebook im Verhältnis zur Homepage und auch

  4. die Frage Arbeitserleichterung durch den Betrieb einer Website. Möglicherweise hätte man in diesem Fall vor einer Antwort noch den Lachanfall des befragten Experten oder der Expertin abwarten müssen.

All diese Fragen hätten auf sachlicher Basis mit kompetenten Leuten in relativ kurzer Zeit geklärt, diskutiert und entschieden werden können. Dann wäre es vermutlich nicht zur hohe Kosten nach sich ziehenden Beauftragung einer Firma und dem Verschwinden hunderter Artikel und vieler KIV-Menschen von der Website gekommen. Doch das Interesse an Lösungen scheint beim KIV-Vorstand in den Protokollen nicht auf.

Nochmals zur Erinnerung: diese Protokolle sind als Belastungsbeweise gegen Franz von der KIV dem Gericht vorgelegt worden.