Es hat viele Jahre gedauert, bis wir von der KIV eine Kandidatur in der Hauptgruppe VII, den Pensionist*innen schafften. Wir waren eine junge Fraktion und die Pension schien den meisten von uns noch unvorstellbar weit entfernt zu sein. Das hat sich mit den Jahren buchstäblich geändert. Doch immer noch war es höchst aufwendig und schwierig die für die Wahl notwendigen Unterstützungserklärungen zu bekommen. Die Anzahl dieser beträgt 1% von den Wahlberechtigten, was in Dienststellen der aktiven Bediensteten in der Regel ein Klacks ist. Angesichts der vielen Pensionisti*innen der Gemeinde Wien war es aber vor allem in den ersten Jahren der versuchten Kandidaturen eine echte Herausforderung. Ich glaube mich auch zu erinnern, dass wir es anfangs gar nicht geschafft haben. Doch auch in der KIV begann die Zeit, dass immer mehr Aktivist*innen in den Ruhestand traten und sich selbstverständlich auf die Wahlliste setzen ließen bzw. bei ehemaligen und inzwischen pensionierten Kolleg*innen um Unterstützungsunterschriften warben und natürlich auch um das Kreuzerl bei der KIV in der Wahl. Dies wurde immer leichter und bei der Wahl 2014 standen bereits 26 KIV-Pensionist*innen auf dem Wahlvorschlag. In den letzten fünf Jahren gingen wieder eine ganze Menge KIVler*innen in Pension, leider starben auch einige. Doch die absolute Zahl der im Ruhestand lebenden ehemaligen KIV-Aktivist*innen ist weiterhin im Steigen begriffen. Dürfte gegen 50 gehen, über 30 konnten via E-Mail und Brief informiert werden. Es war also zu erwarten, dass diesmal die 30er-Grenze an Kandidaturen überschritten werde. Und die KIV braucht die Stimmen aus dem Pensionist*innenbereich dringend: 2014 wäre sie ohne den Zuwachs aus der HG VII in ein sattes Minus geraten, da es in etlichen Dienststellen – unter anderem in der Dienststelle der KIV-Vorsitzenden – zu dramatischen Stimm- und Mandatsverlusten gekommen war.

Vorgestern habe ich von der younion die Unterlagen zur Briefwahl bekommen. Und siehe da: es sind nicht über 30, es wird nicht mal die Zahl 26 vom letzten Mal erreicht, für die KIV kandidieren lediglich 12 Pensionist*innen. Damit sind sie nicht nur deutlich unter jenen der FSG, was sowieso klar war, aber auch hinter den Christlichen Gewerkschafter*innen, deren Ergebnisse bei Personalvertretungswahlen seit vielen Jahren immer deutlich hinter denen der KIV waren.

Wahlvorschläge der Pensionisten

Auffällig ist, dass etliche langjährige Aktivist*innen nicht mehr bzw. erst gar nicht auf der Liste sind. Beispielsweise niemand von den Büchereien ...

... The answer, my friend, is blowin' in the wind